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Classic Days Schloss Dyck

Classic Days Schloss Dyc

  • DE, Jüchen
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27. Jun 2013 10

Metropolis läßt grüßen!

Immer wieder versuchen die Classic Days am Schloss Dyck den Besuchern ganz besondere Einblicke in die Geschichte des Automobils zu geben. Die Kulturhistorie des KFZ wird auf vielfältige Weise im Festival gezeigt. Spannend und rar sind aber auch immer die interessanten Seitenblicke in der Geschichte der Fortbewegung.

So freut es die Organisatoren der Classic Days – ein Verein Freiwilliger mit anerkannter Gemeinnützigkeit – ganz besonders, daß nach längerer Zeit und Vorbereitungsgespräche mit dem NEUMANN NEANDER eine ganz besondere FAHRMASCHINE am Schloss Dyck gezeigt werden kann. Dazu wird auch noch passend die Automobilgeschichte der kleinen innovativen Marke und die Firmengeschichte eines regional bedeutsamen Unternehmens ganz aus der Nähe – nämlich aus Düren – erzählt.

Ernst Neumann wurde am 3. September 1871 in Kassel geboren und starb am 3. November 1954 in Düren-Rölsdorf. Berühmt wurde Ernst Neumann-Neander, Sohn des Landschaftsmalers Emil Neumann, nicht nur als Kunstmaler und Grafiker, sondern hauptsächlich als Karosseriedesigner von Automobilen und Motorjachten und motorradbegeisterter Konstrukteur von Motorrädern. Bereits zwischen 1903 und 1908 baute er sein erstes Motorrad.
Neumann-Neander, der erst in seiner automobilen Schaffenszeit den Zusatz „Neander" zu seinem Namen wählte, wurde von Freunden und Bekannten wegen seiner Vielseitigkeit „N2" genannt. Er studierte in Kassel, München und Paris Malerei. In seiner Münchner Zeit zeichnete er für die Zeitschriften Jugend und Simplicissimus vor allem Karikaturen des modernen Lebens. Als Zeichner und Plakatgestalter des Jugendstil erlangte er schnell Ansehen weit über München hinaus. Im Jahre 1903 ging er dann für etwa fünf Jahre nach Paris, wo er mit den damals wichtigen Größen der Automobilindustrie in Kontakt kommt.

1908 lässt er sich in Berlin nieder und gründet die " „Ateliers Neumann", die für alle bedeutenden Hersteller von Automobilen, aber auch andere Industriezweige die Reklame entwirft. Zusätzlich zeichnet er für verschiedene Auftraggeber Karosserien, die nach seinen Entwürfen ausgeführt werden (man spricht davon, daß auch Rolls Royce dazu gehört) . 1914 stellt man seine Entwürfe und Fahrzeuge auf der „Werkbundausstellung" in Köln aus. Der Erste Weltkrieg und die folgende Inflation fressen auch sein Vermögen auf.
Noch in Berlin entwirft er sein erstes Motorrad. 1924 siedelt er nach Köln über und gründet die Neander Motorfahrzeug GmbH mit Sitz in Euskirchen. Hier baut und konstruiert er für die Allright-Werke und für sich selbst Motorräder, die an der ersten großen sportlichen Nachkriegsveranstaltung teilnehmen. Neumann-Neander Fahrzeuge tauchen sogar 1935 und 1938 in den Starterlisten des „Internationalen Grossglockner Bergrennen" auf.

Von Köln aus beginnt er eine Motorradproduktion in Euskirchen und siedelt 1926 nach Düren über. In den 1930er Jahren beschäftigt er sich mit der Entwicklung und dem Bau sogenannter Fahrmaschinen, einer Mischung aus Motorrad und Automobil. Seine Konstruktionen sind geprägt vom damaligen Geschmack und den Strömungen in der Kunst. Man könnte meinen die Neander-Fahrmaschinen sind – ähnlich wie Rumplers Tropfenwagen – auch Teil von Fritz Langs „Metropolis". Überzeichnete Kanten, innovatives Werkmaterial und die eigene Interpretation von „Aerodynamic" charakterisieren die Fahrmaschinen.
Der Zweite Weltkrieg machte alles wieder zunichte. Dennoch konstruiert Ernst Neumann weiter und entwickelt sowohl einen Kurvenneiger als auch Fahrzeuge für Kriegsversehrte. 1951 beginnt er wieder zu malen.In Rölsdorf gibt es am Fabrikgebäude von Macherey-Nagel, Ecke Bahnstraße/Neumann-Neander-Straße, eine Gedenktafel. Der „Neander-Schuppen", in dem die Konstruktionen entstanden, steht heute noch.

In den Classic Days 2013 wird – so die aktuelle Planung – mindestens eine Fahrmaschine vom Konstrukteur Ernst Neumann NEANDER zu sehen sein.

Sie startet vom Hochschloss aus dem alten Fahrerlager im Schloss durch die Tulpenbaum-Allee zum Start auf der Rundstrecke bei den „Racing Legends".

Sichern Sie sich jetzt schon frühzeitig die Tickets für die Der Zweite Weltkrieg machte alles wieder zunichte. Dennoch konstruiert Ernst Neumann weiter und entwickelt sowohl einen Kurvenneiger als auch Fahrzeuge für Kriegsversehrte. 1951 beginnt er wieder zu malen.In Rölsdorf gibt es am Fabrikgebäude von Macherey-Nagel, Ecke Bahnstraße/Neumann-Neander-Straße, eine Gedenktafel. Der „Neander-Schuppen", in dem die Konstruktionen entstanden, steht heute noch.

In den Classic Days 2013 wird – so die aktuelle Planung – mindestens eine Fahrmaschine vom Konstrukteur Ernst Neumann NEANDER zu sehen sein.
Sie startet vom Hochschloss aus dem alten Fahrerlager im Schloss durch die Tulpenbaum-Allee zum Start auf der Rundstrecke bei den „Racing Legends".
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